Das bin ich!

Hallo,

ich bin Biene und möchte ein bisschen von mir schreiben, um mein verkorgsten Leben vielleicht ein bisschen besser zu verstehen. 

 Ich bin in einer Kleinstadt in Norddeutschlandaufgewachsen. Zusammen wie es sich gehört lebte ich dort mit meiner Mutter und meinem Vater in einer Wohnung bis ich 13 Monate alt war. Denn genau an diesem Tag, nahm mein Vater sich das Leben indem er sich auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses erhängte. Das muss darmals ganz schön hart gewesen sein für meine Mutter.

Des halb zogen wir glaube ich auch zu meinen Großeltern, damit meine Mutter nicht alleine war mit mir. Ohne eine Ausbildung zu haben suchte sie sich einen Job und ich durfte bei einer Tagesmutter aufwachsen, was mir bestimmt nicht geschadet hat. 

Irgendwann lernte meine Mutter dann ihren späteren neuen Mann des Lebens kennen. Ich verstand mich von Anfang an gut mit ihm und sagte nannte ihn auch recht schnell Papa. Dann bekam ich noch zwei Brüder und wir waren eine Glückliche Familie. 

Die Schwester meines Leiblichen Vaters lebte in Schweden, so dass wir jedes Jahr dort auf ihrem Hof, der nicht mehr bewirtschaftet wurde Urlaub machten. Drei Wochen im Sommer und zwischen Weihnachten und Neujahr. Dort sah es aus wie in den Astrid Lindgren Filmen. Es gab ein Wohnhaus, einen Stall, ein Gebäude für Gerätschaften und natürlich auch einen Tischlerschuppen wie bei Michel. Das war vielleich ein Paradies für uns Kinder z.B. auf dem Heuboden herum zu toben oder einfach nur über die weiten Felder zu laufen. Im Winter gingen wir los in ihrem eigenen Wald einen Tannenbaum zu schlagen an Heiligabend. Und dann wurde alles festlich geschmückt. Wir Kinder wären immer am liebsten dort geblieben.

Alles schien perfekt zu sein, doch als ich dreizehn war trennten die beiden sich, denn mein Stiefvater hatte eine neue Lebensgefährtin und zog ca. 100 Kilometer weit weg. Schnell verliebte sich auch meine Mutter neu und wir zogen zusammen. Ihr neuer Freund hatte auch zwei Söhne und zwar in meinem Alter und was unsere Eltern nicht wussten, dass ich mit dem einem Sohn auch kurz vorher zusammen gekommen bin, denn wir kannten uns alle schon lange vorher. Aber da mussten die Erwachsenen jetzt durch. Wir bekamen alle unser eigenes Zimmer und es wurde sehr genau darauf geachtet, dass auch jeder zum schlafen dort blieb.  

Alles schien perfekt zu sein wieder einmal zwar wollte mein Stiefvater schon lange nichts mehr von mir wissen aber an sonsten war alles in Ordnung. Bis zu dem Tag als bei meiner Mutter Brustkrebs festgestellt wurde. Darmals brach für mich eine Welt zusammen. Ich war ca. 15 Jahre alt und war eigentlich mehr darauf aus Party zu machen und Freunde zu treffen aber das sollte in den nächsten zwei Jahren wohl zurück stehen. 

Da meine Mutter sich von einem Heilpraktiker behandeln lassen hatte und der Schulmedizin den Rücken kehrte ging es ihr immer schlechter und schlechter. Erst als es eigentlich schon zu spät war ließ  sie sich operieren aber eben viel zu spät. Diese zwei Jahre waren die absolute Hölle kann ich euch nur sagen und ich wünsche es meinem größten Feind nicht das durchmachen zu müssen. Meine Mutter hat oft geschriehen wir sollten sie doch eindlich umbringen weil sie die schmerzen nicht mehr aushält und man steht als Jugendliche daneben und weiß gar nicht mehr was man tun soll.

Nach zwei Jahren harter Kampf hat sie dann leider den Kampf verloren und meine Brüder mussten zu ihrem Vater ziehen, wurden mir weggenommen und ich zog mit meinem Freund und dessen Vater in eine kleinere Wohnung. 

Dieser konnte sein Leben aber gar nicht mehr ordnen und ohne meine Mutter leben, so dass er sich ein Jahr später das Leben nahm. Meine Beziehung zu meinem Freund ging in die Brüche und ich lernte einen neuen Mann in meinem Leben kennen. Wir verstanden uns von Anfang an sehr gut und konnten mit einander Pferde stehlen wie man immer so schön sagt. Wir wollten sogar recht schnell Heiraten und waren mitten in der Planung als er mit dem Auto tödlich verunglückte. 

Für mich brach zu dem Zeitpunkt endgültig eine Welt zusammen und ich flüchtete mich in den Alkohol. Ich ging jeden Aben d in meine Stammkneipe und trank meine drei Cola-Bacardi und ging wieder nach Hause Tag für Tag. Ich merkte natürlich selber, dass es mir nicht gut tat und ich immer mehr brauchte aber ich konnte darmals ohne einfach nicht mehr. 

Bis mein heutiger Freund auftauchte und ich mit seiner Hilfe von dem Zeug los kam. Heute brauche ich Bacardi nur zu riechen und ich könnte ...

Wir zogen nach ein paar Monaten zusammen und etwas später kaufte er ein Haus das wir in den letzten Jahren immer weiter renoviert haben. Mitlerweile sieht es richtig gut aus und in  dem Haus fühle ich mich pudelwohl wie man so schön sagt.

 

Das war ein bisschen Hintergrund Wissen zu meinem Leben um alles weitere ein bisschen besser verstehen zu können aber dazu später mehr.

19.6.15 21:05

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lDorehn (19.6.15 23:11)
...dein Erleben ist sehr hart und erschütternd... ich wünsche Dir alles Gute und jemand, dem/der Du vertrauen kannst, wenn es um wichtige Entscheidungen geht... LG

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